Erste Woche geschafft ;-)


Nun ist schon wieder eine Woche rum und mal wieder Zeit für einen Post.

Unsere Wohnung ist echt superschön (siehe Bilder) und im Stadtteil Dumbravita (ausgesprochen: Dumbrüwiza), einem  kleinen Vorort von Timisoara  gelegen. Hier befinden sich generell viele teurere Domizile und kleine Villen. Wenn uns unsere Arbeitskollegen, die im übrigen super nett und hilfsbereit sind, fragen, wo wir wohnen, dann wissen sie sofort Bescheid. Vermutlich können sich die meisten von ihnen nicht annähernd eine Wohnung hier erlauben. Das ist irgendwie dann ein beklemmendes Gefühl, wenn wir ollen Praktikanten erstmal in so große und durchaus luxuriöse Apartments kommen, und die hier arbeitende Ingenieure oftmals auch in den typischen Blockbauten wohnen… Nachmittags gehen wir immer in eine Pizzeria wo man für max. 3 Euro ein 3-Gänge-Menü bekommt. Okay, der dritte Gang zählt nicht wirklich. Trotz der mühevollen Versuche unserer Kollegen uns zu übersetzen, was es gibt, wissen wir vorher oft nicht wirklich was wir für eine Rumänische Spezialität bekommen.  So hatte Daniel am Freitag das Vergnügen einen ganzen Teller weiße Bohnen essen zu dürfen *Beurk* Aber meistens ist es ganz in Ordnung und es ist immer ganz lustig mit den rumänischen Kollegen…

Wir haben uns erst mal Fahrräder gekauft. 75 Euro hat  eins gekostet. Das merke ich aber auch jetzt schon, da ich schon 2 Schrauben verloren habe. Es geht einfach nichts übers MADE IN GERMANY. Mit den Bikes hier zu fahren erfordert einiges an Aufmerksamkeit. Die Autofahrer achten kein bisschen auf Biker. Außerdem gibt es nicht wirklich gescheite Fahrradwege und überall gibt es extrem hohe und kantige Bordsteine. Trotzdem haben wir am Samstag und Sonntag die Stadt mit dem Fahrrad erkunden können. Am Samstag besuchten wir einen Tierpark, der tatsächlich besser war, als der Lippstädter Tierpark^^ Uns erwartete  zum Beispiel die Wildkatze (gut, hätte genauso Daniels Kater sein können, wenn er mal wieder ne Woche auswärts unterwegs war… :-D), paar Affen und Bären, die sich immer gekloppt haben…
Flitzpipe und Alfons haben sich vermehrt


Die (Haus)katze



Die Innenstadt von Timisoara ist unglaublich schön. Von einer Sekunde auf die andere (wenn man durch den Verkehrsring gekommen ist) fühlt man sich wie in einer komplett anderen Welt. Der Piata Unirii (Einheitsplatz) ist umgeben von tollen, teilweise restaurierten barocken Altbauten und ist Weltkulturerbe. Überall chillen die Leute bei  einem kühlen Drink, es gibt keinen Autolärm und keine penetrante Musik. Perfekt fürs work-outen…





Ein paar Meter weiter befindet sich der Piata Victoriei (Freiheitsplatz), an dem der damalige Diktator, vom Volk hingerichtet wurde. Geht man diese Straße entlang, so läuft man direkt auf die Kathedrale zu. Auch ein sehr beeindruckendes und filigran ausgearbeites Monument…


Im Giebel:

Einschusslöcher der Revolution


Auch in Timisoara sind leider sehr viele Straßenhunde unterwegs. Tagsüber gammeln sie harmlos in den Ecken rum aber nachts legen sie dann richtig los und wir möchten ihnen nicht begegnen. Hundegebell die ganze Nacht durch (und zusätzlich gibt nebenan ab 3 Uhr morgens dann der Hahn noch lautstark seinen Senf dazu und schafft es sogar, die Hunde zu übertönen), das lässt einen Nachts nicht unbedingt gut ausruhen. Naja, schauen wir mal… Vorgestern haben wir uns leider ein bisschen mit den Fahrrädern verfahren und auf einmal war es schon dunkel. Ich glaube, soviele Hunde auf einmal haben uns noch nie in so kurzer Zeit verfolgt: Da hieß es, Augen zu und einfach nur in die Pedale treten, denn von jedem Grundstück kamen die Viecher von allen Seiten und verfolgten uns (zum Glück aber nur bis jeweils zum Revierende). Puls war noch ein ganzes Weilchen erhöht als wir es endlich ins Apartment geschafft haben!

Jetzt sind wir mal gespannt, was die neue Woche so bringt. Daniel geht mit seiner Abteilung von Donnerstag bis Samstag auf ein Teambuilding in einen ca 150 km entfernten Nationalpark (Nachtwandern, Kanu, Paintballen…). Da freut er sich natürlich schon riesig drauf. Mal gucken, was ich dann hier so alleine machen werde (Mall -> shoppen? )

Achja die Frauen hier sind wirklich hübsch. Vermutlich hübscher als die in China oder Amerika :-D und wenigstens alles natürlich^^

Btw: Kann uns irgendjemand sagen wie man hier an Maggi kommt??? *Verzweiflung*


Lasst doch mal was von euch hören! Was gibt’s in der schönen Heimat so neues?

Von Ost nach West

Unsere Fahrt von Mamaia nach Bukarest war recht nervig. Die Schilder nach Bukarest führten uns auf die 2a und die 2a ist nicht die A2! Demnach haben wir dann 4h für eine Strecke gebraucht, für die man nicht mehr als 2,5h benötigen sollte! Arggggghh!! Und dann auch noch durch die ganzen Käffer! Ihr glaubt gar nicht was für ein Horror das ist, wenn die Uhr gnadenlos tickt, die Kilometer auf den Meilensteinen aber einfach nicht runtergehen und die Straße zwischendurch bei einem versuch, doch noch auf die Autobahn zu kommen, auf einmal im Sand verendet! Also den Adrenalin haben wir wohl für die nächsten Wochen erstmal aufgebraucht, jetzt kann uns erstmal nich viel schocken!

Falsch, dumm,aber trotzdem gefahren:
Fahrtzeit: 4std
Puls: 100-180
Adrenalinpegel: >50%,
gesundheitskritische Pegel möglich
Größere Kartenansicht

Richtig: Fahrtzeit 2.5std
Puls: Ruhig Adrenalinpegel: <0.1%
Größere Kartenansicht



Nun sitzen wir aber endlich im Zug in unserem schönen erste-klasse abteil. Immerhin, doch recht luxuriös…
Dieser Zug fährt mit einer Durchschnittsgeschwindigkeit von ca. 50km/h. Echt öde! Dafür sitzen wir als einzige im Abteil mit verstellbaren, fetten Sesseln und Strom!
Daher ist es Zeit, den ersten Platz der lustigsten Storys bisher zu erzählen!
Als wir auf dem Weg zu unserem Zug waren und wohl etwas verwirrt geguckt haben, da wir unseren Wagon suchten, wurden wir ziemlich zügig von nem Typen abgefangen. Der zeigte uns wo wir hin mussten und verstaute unsere Koffer. Als er fertig war versuchte er dann uns Zeitschriften anzudrehen. Dann kam die „Geo“ bei ihm zum Vorschein und siehe da: Der dumme Tourist, Herr Daniel Klein, hatte angebissen. Schon zog ihm der Typ 25 Lei aus der Nase. Da es sich um ein Mega Bundle von zwei Zeitschriften handelte und Daniel das Bundle kaufen musste, da es nur beide zusammen gab, zahle der verehrte Herr Klein dann nochmal 25 Lei. Wie toll, 2 Zeitschriften für 50 Lei also 12,50 Euro. Dann öffnete er seine Plastiktüte und wollte beginnen, die Geo zu lesen. Ein kleines Problem kam zum vorschein: Die Geo war nicht auf Englisch und die andere Zeitschrift auch nicht…
12,50 Euro für Zeitschriften, die man nicht mal lesen kann?!?!?!?! Daniel war sauer und schaute sich die Bilder in der Zeitschrift an. Dann sagte er: „Das Loch der Dummheit“. Ich schaute ihn an und er schaute mich durch ein sauber ausgeschnittenes Loch in der Zeitung an. :-DDD
Damit hatten wir dann wenigstens ordentlich Spass für die 12,50Euro. Ich lache immernoch!!!
Was wäre wohl, wenn Henke dabei wäre? Der wäre bestimmt schon längst Pleite. Wir fragten uns, wie lange es dauert bis sein Portmonee, voll mit 1 und 5 Lei Scheinen, leer ist, weil er sich jedes mal wieder vollabern lässt :-D Ach nee lustiger wäre dabei ein Battle zwischen den beiden Daniels :-D

Nun unsere Liste, der wichtigsten Tips und Tricks für Rumänien
1. Nehme lieber die Freilandtoilette, sie ist besser und sauberer als alle anderen Toiletten und abschließen kann man die anderen auch nicht.
2. Bettler niemals anschauen und drauf eingehen (Daniel übt noch)
3. Auch seriös aussehende Leute wollen nur dein Geld
4. Kaufe niemals eine Zeitschrift von iwem
5. Lasse dir nie helfen und wirke immer sicher
6. Die 2a ist nicht die A2 und alles andere als eine Autobahn!!
7. Die Schilder an den Straßen führen nicht auf dem kürzesten Wege zum Ziel
Soo, jetzt fällt mir nichts mehr ein. Hoffentlich kommen wir gut in Timisoara an und bekommen eine gute Unterkunft. Im Übrigen sind wir unseren Leihwagen wider Erwartens ohne Probleme los geworden!!!
Btw: Endlich sind wir mal bei Picasa durchgestiegen und haben nun ein paar Photo-Alben auf der Pics-Seite veröffentlicht. Wer Bock zum kommentieren hat oder Fragen stellen will, einfach Bild anklicken und lostexten!

Unser Reisebericht


Nun ist unser Jahresurlaub leider vorbei :-(

Aber dafür ist nun Zeit für den nächsten Post:

Unser Reisebericht über Rumänien:
Unsere Tour ging von Bukarest über Tulcea bis nach Mamaia. Über Bukarest haben wir ja schon berichtet, daher widmen wir uns nun mal Tulcea und dem Donaudelta. Zwei Nächte verweilten wir an diesem schon recht interessanten Ort. Die Unterkunft kostete uns gerade mal 25 Euro pro Nacht und die war wirklich in Ordnung. Tulcea hat zwar einige Hotels, aber es war nicht mega touristisch aufgezogen. Ganz im Gegenteil: Man konnte schön am Ufer der Donau entlanggehen, ohne von irgendwelchen Händlern vollgequatscht zu werden. Abends war es angenehm ruhig, ein sanftes Windchen und ein wunderbarer Sonnenuntergang auf der anderen Donauseite ließen dann so richtig schön Urlaubsstimmung aufkommen. An einem Pub-Schiff auf dem Wasser gab es das lang ersehnte Bier für 2 Lei (50 Cent).  Auch das Essen ist um einiges günstiger als im good old Germany ;-) Am zweiten Tag machten wir eine vierstündige Bootstour ins Donaudelta. Hier konnte man vorallem viele, viele Vögel, Amphibien und Angler sehen. Nach vier Stunden hatte man dann aber auch keine Lust mehr auf die Sonne. Hier sind es schließlich immer um die 30°C, was in Juli und August sicherlich noch ordentlich ansteigen wird. Am Abend hat sich Daniel dann ein kleines süüüüßes schwarzes Kätzchen angelacht. Einmal kurz gestreichelt (jaa liebe Mütter, wir wissen die können alle krankheiten und parasiten haben aber die war wirklich sooo süß!), weil die so verloren in ne ecke am rumheulen war, und schon folgte sie uns auch Schritt und Tritt. Anscheinen waren wir wohl die ersten, die ihr Zärtlichkeit entgegenbrachten… Wir waren echt schon kurz davor es mitzunehmen (selbstverständlihc erst nach gründlichem check beim örtlichen tierarzt). Aber wir durften es nicht mit in die Pension nehmen (der eigentümer hat sie einfach weggetreten!) und nachdem das kätzchen noch ne gute halbe Stunde vorm Apartment heulte, war es am nächsten Tag dann weg …  :-(
 
Dann ging es schon wieder weiter. Endlich zum Schwarzen Meer. Zum Reisen jetzt sogar mit leichtem Regenwetter. Dank der Mum haben wir von Tulcea ein Hotelzimmer buchen können. Unsere Kreditkarten sind seit der Aktion bei Sixt nicht mehr wirklich zu gebrauchen. Gut, dass es auch noch Maestro gibt ;-) Nach 4h erreichten wir unser Hotel in Mamaia, was nun wirklich nicht dem europäischen Standard entsprach. Daniel versprühte erst mal eine gefühlte halbe Tonne Desinfektionsmittel im ganzen Raum. Die Möbel sind definitiv noch aus einem anderen Jahrtausend (naja so schwer ist das ja auch nicht). Nunja mit dem Zimmer haben wir uns dann abgefunden. Was aber immer noch gaaaar nicht geht, ist der komische möchtegern DJ, der in seiner Strandbar von morgens 8 bis abends 11 seine Bum Bum Osteuropa Trance/House Mucke auflegt! Den ganzen Tag derselbe Beat, den man auch noch Kilometer von dem Strandabschnitt entfernt hören kann!! In Deutschland wäre schon nach 5min Schluss damit gewesen!! Mamaia selbst liegt zwischen einem See und dem Schwarzen Meer. Daher ist es eine sehr langgezogene Stadt. Es ist alles voll gebaut mit Strandbars und Hotels im guten alten sowjetischen Plattenbaustil. Echt  grausam! Dafür ist der Strand sehr lang und breit. Es gibt viele Muscheln und feinen Sand. Allerdings liegt einfach überall Müll (wie im Donaudelta auch). Schönste Dünenfelder sind zum verweilen leider gaar nich geeignet (obwohl im Reiseführer angepriesen) aber was die Leute da alles reinschmeißen, ist echt einfach nur unverschämt, eine Schande für die Menschheit wie hier mit diesem eigentlich so wunderschönen Flecken Erde und Natur umgegangen wird!!! Die Rumänen scheinen null Interesse an einer sauberen Umgebung zu haben. Zumindest gibt es recht neu wirkende Schilder, die darauf hinweisen, dass man seinen Müll wegschmeißen sollte… Das Meer ist nichts im Gegensatz zu unserem geliebten Mittelmeer und schon gar nicht zu dem bei Kreta. Es sind viele Algen im Wasser und das Schnorcheln ist leider, leider unmöglich. Dafür ist das Meer so seicht, dass man extrem weit raus gehen kann. Es gibt öfters viele schöne Wellen, wodurch auch einige Kitesurfer unterwegs sind. Abends ist ordentlich was los. Allerdings hören die überall nur diese kranke Mukke. An einem Abend ließen wir uns von einem armen alten Mann für 10 Euro malen. Das Bild ist echt grauenvoll :-D. Außerdem kann man hier diesen merkwürdigen Heilschlamm kaufen. Ich habe null Effekt gemerkt, aber nun gut, lassen wir die Menschen mal in dem Glauben, dass das Zeug Wunder wirkt ;-) Zumindest hats uns vor Sonnenbrand bewahrt^^

Ein Ausflug über Eforie, nach Constinesti, Neptun und Vama Veche bis zur Grenze nach Bulgarien, zeigte uns, dass die anderen Badeorte auch nicht unbedingt viel besser sind bzw recht ähnlich sind. Nur ein kleines Dörfchen begeisterte uns dann doch: Vama Veche. Hier lief chillige Musik, der Strand war schön, es gab riesengroße (aber auch abartig riechende) Muscheln und die Häuser waren wirklich hübsch. Für ein 3 Gänge Menü mit Suppe, Fleisch, Pommes und Pfannkuchen zahlten wir gerade mal 12 Lei (3 Euro)!! Und Lecker wars!!! Das Meer war allerdings recht aufgewühlt aber wayne…

Im Allgemeinen gibt es in ganz Rumänien extrem viele Straßenhunde und Katzen. Es scheint keinen so wirklich zu interessieren. Wir werden total oft von Rumänen angesprochen, als würden wir aussehen wir Rumänen :-D. Was mich am meisten nervt, ist das wertlose Geld. Man hat ständig diese „1 Lei“ Scheine, die gerade mal 25 Cent wert sind!!! Aber dafür können wir auch mal endlich mit den dicken Geldbündeln, wie Mila rumlaufen :-DDD

So, jetz gibt’s noch ein letztes Essen in nem Lokal direkt am Seestrand wo wir dann den letzten Sonnenuntergang hier mit einem Cocktail beschauen werden. Und dann sind wir mal gespannt, was der morgige Tag mit der Reise durch gaanz Rumänien mit Auto/Zug so mit sich bringt. Hoffentlich werden wir unser Auto ohne Probleme wieder los! Eins wird’s auf jeden Fall: Seeehr lang! Nächster Post: Timisoara! Bis denn!

PS: Die Bilder packen wir dann mal in ein Album am Sonntag (wenns klappt und wir in Timisoara Internet haben).

Murphy (etwas verspätet)


So ihr Lieben. Wir sitzen nun endlich in unserem Leihwagen in Richtung Donaudelta und Schwarzmeerküste (33°C Außentemperatur).

Erst mal ein Rückblick über die beiden Tage in Bukarest:
Bukarest ist eine sehr interessante Stadt, die allerdings im dunkeln besser aussieht als im hellen, da man die ganzen herunter gekommenen Häuser nicht sieht. Die Kabelverlegung ist auch extrem interessant hier :-D. Es ist nicht viel Geld da, aber für unsinnige Sachen, wie z.B. ein Denkmal für Michael Jackson wird es anscheinend gerne ausgegeben. Überall befinden sich Securityleute und Polizisten. Daher fühlten wir uns von Tag zu Tag sicherer. Außerdem haben wir Pfefferspray gekauft, denn wenn wir es nicht gekauft hätten, dann hätten wir es sicher schon gebraucht, Murphys Gesetz §1. Achso, sorry, falls dies Rumänen lesen, aber eine Polizei, die nur mit Dacia Logans ausgestattet ist, kann man iwie nicht erst nehmen :-D
Zwei Mal kamen bettelnde Kinder zu uns. Das zweite Mal hat es die Polizei gesehen und die Mutter und ihre Kinder direkt mitgenommen….
Außerhalb des Zentrums befinden sich sehr viele Seen, die teilweise auch künstlich angelegt worden sind. Irgendwie hat es uns beide mehr dahin gezogen als in die Stadt ;-)
Im Zentrum gibt es unglaublich viele Kneipen. Eine neben der nächsten. Die Bürgersteige werden mit so vielen Tischen vollgestellt, wie eben geht.
Als wir dann heute unseren Leihwagen bei Sixt abholen wollten, haben wir erstmal eine halbe Ewigkeit gebraucht, da die Hausnummer 134 nicht unbedingt gegenüber der 135 liegt. Danach erfuhren wir, dass autoeurope den Auftrag storniert hatte?!?! (Murphys Gesetz §2)  Danach lagen unsere Nerven blank. Es war schon 14 Uhr und wir müssen es ja noch ins Donaudelta schaffen und dort eine Unterkunft finden!!! Letztendlich gab uns Sixt dann einen anderen Wagen, da der, den wir bestellt hatten nicht da war. Das nächste Problem stand direkt vor der Tür: Sixt wollte eine Kaution von 700 Euro!!! Auf unserer Kreditkarte können wir aber nur 500 Euro buchen!! (Murphys Gesetz §3) Da wir schon völlig abgenervt waren gaben sich die lieben, netten Mitarbeiter dann mit 400 Euro zufrieden. Nun haben wir schon ein Stück Autobahn hinter uns und man muss sagen: Wir sind positiv überrascht, dass die Bahn sooo leer ist J Allerdings haben wir keine Ahnung, wer die Autoaktion nun bezahlt, ob  wir ausreichend versichert sind, ob wir nun unsere Freikilometer haben etc. Der nächste Samstag, wenn wir das Auto zurück bringen wird wohl recht interessant werden….
Hoffentlich lässt Murphy uns für heute in Ruhe….


Ps: Wir sind tatsächlich heile angekommen und haben direkt ein Pensionszimmer für 25 Euro / Nacht für uns beide gefunden :-)))
Jetzt gerade, wo ich meine Mails checken kann, habe ich erfahren, dass uns Autoeurope 19min vor der Abholzeit eine Mail geschickt hat, dass wir das Auto an einem Flughafen abholen sollen ?!?!?!

Just Arrived

Okay,
der letzte Post ist leider bissel verspätet hochgeladen worden, hatten gestern doch leider kein Internet mehr...

Jetzet sind wir hier aber so eben sehr gut angekommen! Schonmal 35€ fürs Taxi geblecht :D aber egal, dafür sicher angekommen... (war scheins ein Kölner Taxi, das der Fahrer selbst aus Köln rüber gefahren hat...^^)
Haben jetz aber doch noch mehr Respekt bekommen, weil wir ja übermorgen hier mit Mietauto unterwegs sind und so wie hier der Verkehr ist, uiuiui junge junge dat wird noch ein Abenteuer!!

Ach ja: Im Flugzeug die Stewardess war übelstes Double von Eva! :D
Und der Passagier neben uns hatte doch eine recht ungewöhnliche Alternative zu Oropax und Augenblende:

So, genug akklimatisiert, jetzt wird Bukarest erstmal erkundet! Mega warm hier!














Hier unser Hotelzimmer:















So, noch ein paar Bukarest-Überflug-Bilder:

Jetz gehts lohos

So ihr Lieben,

Lippstadt liegt nun hinter uns, vor gut 20min hat uns die DB mit einer humanen Verspätung von 6min den abschiedsnehmenden und teils traurigen Blicken unserer Eltern und Brüder (also Daniels) entzogen. Tjop und wie wir gerade merken, ist das Spiel, das Jessy heut extra noch für die Reise gekauft hat, für 3, anstatt für zwei Personen! Wizard extreme! Wir hätten schwören können es wäre auch für zwei!?! Failed! Nun gut, also verspeisen wir die mega leckeren selbsbelegten Baguettes und Käseweckle von Jessy und versuchen, ein bisschen zu entspannen, bis wir in Köln bei Jessys Schwester aussteigen und nächtigen werden. Wir sind froh, dass unsere Tagesplanung für heute perfekt gegriffen hat –dank mehrere Zeitpuffer für unvorhersehbares…
Wir waren ja über Pfingsten mit Daniels Family im Wanderurlaub am Rheinsteig (zwischen Rüdesheim und Koblenz -> super schöne Gegend) und sind erst gestern abend wiedergekommen. Deshalb mussten z.B. unsere Koffer für Rumänien schon vergangenen Donnerstag nahezu fertig gepackt sein, alle Dokumente gedruckt und die Wohnungsübergabe von Jessy auch abgeschlossen sein (die gute Eva wird nämlich die Ehre haben, die nächsten 3 Monate in Jessys äußerst hübschen Wohnung zu verbringen^^). Gestern Abend waren wir dann zum Abschied lecker bei Mila essen und dann haben noch bissel im Einstein. Heute hatte dann mal wieder Daniel recht Stress: Sein Chef war die letzten beiden Wochen im Urlaub und Daniel wollte ihm heute die Ergebnisse seiner Aufgaben rüberschicken, die er sich Freitag auf nen Stick gezogen hat. Da es sich um Hella-Daten handelte, natürlich schön sicher verschlüsselt. Da Freitag eh der letzte Tag in seiner Abteilung war, hat er PC dann auch kräftig aufgeräumt und eben sämtliche von ihm erstellte Dateien auf dem Firmenpc gelöscht. Und dann BOUM! C’est le shoc! Eben gerade diese Daten ließen sich heut Morgen zuhause am Notebook nicht öffnen, das Passwort wurde vom Zip-Programm nicht erkannt! Wer zum Geier rechnet denn mit sowas?!? Tjap so musste er dann die eingeplante Mittagspause sausen lassen und ist dann doch nochmal ins W2 gefahren –immerhin kam er wieder an die Dateien, denn das Zipfile ließ sich am Hella-Rechner problemlos öffnen. Check das mal einer o_0

*gääähn* Ui jetz merken wir doch gerade wieder die Knochen (Resultate von den Strapazen der Wandertouren) und der Stress von heute schlägt sich auch gerade ziemlich bei mir nieder, wenn das hier so weitergeht, brauch ich ja noch bis morgen, bis ich die paar Zeilen verfasst habe^^

An dieser Stelle übrigens noch mal ein fettes Dankeschön an alle erschienenen Gäste zu unserer Poolparty letzte Woche! War echt super schön mit euch den Nachmittag und den Abend bei diesem Hammer geilen Sommerwetter zu verbringen! Wir hoffen, es hat euch genauso gut gefallen wie uns J

Ein, zwei Bilder haben wir mal hochgeladen, damit sich alle anderen ein Eindruck verschaffen können, wie gechillt es zuging^^



Jessy zieht sich gerade nochmal den Reiseführer von Rumänien rein J Timisoara (in Deutschland wohl mehr bekannt als Temeschwar) ist doch eine recht geschichtsträchtige Stadt, leider auch mit einigen sehr schmerzhaften Kapiteln. So begannen die Revolutionen 1989 gegen das kommunistische, diktatorische Regime unter Ceausescu u.a. in der Individualistenstadt (dank Universität & Co) Timisoara, und das sehr blutig. Demonstrationen wurden mit kommunistischer Härte niedergeschlagen und viele Opfer mussten gebracht werden, bis der Diktator standrechtlich auf einem Platz in TIR erschossen wurde. Dies war jedoch noch lange nicht das Ende, es folgten noch einige Jahre politischer Verwirrungen und sinnloser Massaker, bis endlich zumindest politische Stabilität ins Land kam (wenn auch noch immer unter starker Kontrolle aus Moskau…). Auch wenn das Land mittlerweile Westeuropa immer ähnlicher wird, ist die Bevölkerung sicherlich noch stark geprägt von dem Einfluss der Securitate (vergleichbar der StaSi in DDR) und des gegenseitigen Ausspionierens.
Mal gespannt, welche Haltung uns gerade in den sehr ländlichen Gebieten entgegenkommt…
Jetzt aber genug aus der Landesgeschichte, bei einigen unserer nächsten Posts werden wir das ein oder andere sicherlich noch erwähnen! Wir denken aber, dass wir ruhig was vom Land an sich hier posten können, es ist ja jetzt nicht so ein beliebtes und bekanntes Ziel für Studenten wie USA, NZ oder Australien…^^ Vielleicht schaffen wir es ja so, viele Vorurteile von Rumänien, die mitterlweile nicht mehr bestehen, aufzuheben (oder vllt doch zu bestätigen, wenns halt immer noch so ist).

So jetzt hab ich mich auch erfolgreich ablenken können, hoffe ihr kommt mit der Textlänge klar :D

Sehe gerade auch das ich soeben die 700-Wörter-Marke erreicht habe ups^^
dann mache ich jetzt auch mal langsam Schluss, kommen gleich eh in Kölle an, gehen noch einen trinken, und morgen früh, 4uhr geht’s dann raus, Departure ist 06.30Uhr MESZ, hoffentlich kommen wir noch vor der erwarteten Unwetterfront aus Westen kommend los, könnte sonst recht turbulent werden… Muss ja nich sein so früh morgens!
Als denn schönen Abend euch allen noch, nächster Post kommt dann endlich aus Rumänien ;)

Ein erster Vorgeschmack

Huii na das war ja mal ein ordentlicher Vorgeschmack auf die kommenden drei monate: der Spontan-Trip nach Amsterdam mit den drei Rumänen (Marcel, Manuel und Lavinia)
Keine Frage, absolut liebenswerte Leute aaaber innerhalb von 48h können die Nerven doch ganz schön belastet werden^^
Die Mischung aus purer Spontanität (Planwechsel und Diskontinuitäten alle 120sec möglich), Naivität (bzw. komplett anderes Erfahrungsspektrum aus denen sich die für uns oft kaum nachvollziehbaren Entscheidungsfindungen ergeben) und Sturheit stellen uns beide, die wir eigentlich einige deutsche Ingenieurs-Tugenden und Verhaltensmuster aufweisen, sicherlich noch einige Male vor Herausforderungen sowohl auf der Arbeit als auch freizeitmäßig... o_0

Das Wochenende lässt sich eigentlich recht schnell zusammenfassen:


  • Nervenaufreibende Autobahnfahrten dank absolut unerfahrenen rum. Fahrers mit deutschen Autobahnen(um unsere Eltern nicht weiter zu beunruhigen, will ich auf diesen Punkt nicht näher eingehen...)
  • Ewige Parkplatzsuche da unsere rumänischen Freunde natürlich kostenlose Parkplätze im absoluten Zentrum Amsterdams haben möchten (was es wohl in Bukarest&Co zuhauf gibt, da die dort eh überall parken, wo es Platz gibt). Tjap, eine Endlosschleife in Amsterdam, bis wir sie endlich von den Vorzügen von Park&Ride überzeugen konnten...
  • Stundenlange Hostelsuche da am Wochenende natürlich alles vollstens belegt ist und wir nicht mehr gebucht hatten^^ Ergebnis war dann ein Zimmerchen für uns fünf, für 65€ p.P. ohne Frühstück un alles (dies war im Gegensatz zu der Alternative: Einbettzimmer für 5, wovon die Rumänen schon begeistert waren sehr gut!). Da taten uns die Rumänen natürlich schon ordentlich leid, denn für die ist das natürlich noch viel mehr Geld und das Budget war eigentlich nicht so hoch angesetzt. Und leider funktioniert in Amsterdam deren Strategie ebend nicht so wie in östlichen Hauptstädten... Was aber top daran war, war die Tatsache das wir wenigstens ordentlich was von der Stadt gesehen haben, dadurch das wir locker gefühlte 15km zu fuß marschiert sind kreuz und quer von hostel zu hostel. Ansonsten wäre es sicherlich wahrscheinlich gewesen, dass die Herrschaften gleich ersten Pub und ersten Coffee-shop angepeilt hätten und dann recht schnell Feierabend gewesen wäre *räusper*
  • Schönes Amsterdam: Nichtsdestotrotz ein positives Fazit, es ist ne schöne Stadt (wenn auch leider wie jede Stadt mit seinen Gegenseiten wie Rotlicht und Drogen) und wir hatten trotzdem eine interessante und lustige Zeit mit den dreien. Das ein oder andere Heineken konnten wir genießen und zumindest zwei von den Rumänen haben dann auch die typische Amsterdam'sche Spezialität inhaliert...
  • Nach der Rückfahrt dann noch der Schock für die drei: 75Euro Sprit!! Damit haben sie nicht gerechnet, schließlich haben sie im Internet die Kosten der Fahrt schätzen lassen. Wir vermuten, dass sie den Button "sparsamer Autofahrer" angeklickt haben, aber wenn man auf der Bahn ständigt beschleunigt, beschleunigt, beschleunigt, beschleunigt, bis man sich vor den Vordermann setzt, in den Leerlauf schaltet und bis auf 110 ausrollen lässt, dann ist das vielleicht die rumänische Art Benzin zu sparen. In Deutschland aber wohl eher unüblich^^. Ganz zu schweigen von der Verkehrsbehinderung!
  • Noch schöner war es dann aber auch wieder als wir endlich in Langenberg angekommen sind und im Garten schön zur Ruhe gekommen sind und uns bewusst wurde, das wir eigentlich gerne Landeier sind: die 2 std im grünen, extremst ruhigen Zuhause, in dem sich Fuchs und Has guten Tag sagen, tut uns wesentlich mehr gut, als 2 Tage Amsterdam :)



Wetter in Timisoara

Wetter in Lippstadt


Unser bester Mann (/Frau)

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